Bevor ich anfange, diese Geschichte zu erzählen, will ich erwähnen, dass ich sehr darüber erstaunt bin, dass ich bei Lang-8 versucht habe, viele Texte auf Finnisch zu schreiben. Ich möchte sie noch einmal lesen, damit ich aus ihnen etwas lernen kann, bevor ich weitere Texte schreibe.
Finnisch ist eine Sprache, in die ich mich verliebte, als ich noch sehr jung war. Ich war 16 Jahre alt, als ich mein Studium an der Uni begann (dies bedeutet überhaupt nicht, dass ich ein Genie bin, aber das ist eine andere Geschichte). Ich habe im Linguistikunterricht von den Sprachfamilien gehört und meine Neugier hat damals ein nie dagewesenes Niveau erreicht.
Ich habe angefangen, in vielen Büchern viele Texte über dieses Thema zu lesen. Eine der Tatsachen, die mein Interesse geweckt hatte, war, dass es in Europa gesprochene Sprachen gibt, die nicht zur indoeuropäischen Sprachfamilie gehören. Zum Beispiel die finnische Sprache. Als ich über die Fälle (Kasus) der finnischen Sprache gelesen habe, hat sich meine Begeisterung gesteigert, weil sie mir unglaublich interessant erschien.
Ich habe große Lust darauf bekommen, Finnisch zu lernen. Leider gab es fast keine Möglichkeit, um dies wahr werden zu lassen. In der Bibliothek meiner Universität gab es kein Buch, mit dem man Finnisch lernen konnte. Im Internet gab es zwar einige Webseiten, aber damals war eine schnelle Internetverbindung nicht billig, wie ich hier schon erwähnt habe.
Darüber hinaus musste ich damals viel Japanisch und andere Fächer lernen. Obwohl ich mich der finnischen Sprache widmen wollte, waren der Zeitmangel und der Lernmittelmangel die ausschlaggebenden Gründe, die mich gezwungen haben, das Erlernen des Finnischen zwischenzeitlich hintanzustellen. Aber es stellte sich heraus, dass das Schicksal eine Begegnung mit dieser Sprache für mich bereithalten würde.
Es ist ganz natürlich, dass man zusätzliche Informationen über etwas sucht, für das man sich besonders interessiert. Ich bin der lebende Beweis, dass dieser Satz zutrifft. In meinem Fall war es so, dass ich immer Bücher, Kurse, Webseiten usw. gesucht habe, anhand derer ich Sprachen lernen könnte.
Leider standen mir, wie fast allen Menschen, nur beschränkte Zeit und begrenztes Geld zur Verfügung. Ich habe einige Male überlegt, dass ich in vielen Ländern hätte leben können, um die Sprachen und Kulturen dieser Länder zu lernen, wenn ich reich geboren worden wäre.
Aber weil Tagträume niemanden irgendwohin führen, musste ich viel tun, um meine Sprachkenntnisse zu vertiefen. Ich erinnere mich daran, dass ich - im Alter von ca. 18 Jahren - an einem Tag zu vielen Konsulaten gefahren bin, um zu fragen, ob man dort Informationen über die Sprachen hätte. Ich hatte die Adressen einiger Konsulate recherchiert und bin dann dorthin gefahren. Sie liegen alle weit von meinem Viertel in Rio de Janeiro entfernt, aber das hatte ich mir schon gedacht.
Wenn ich mich recht erinnere, dann habe ich das thailändische, isländische, polnische und dänische Konsulat aufgesucht. Natürlich auch das finnische. Damals gab es nur ein Konsulat für Norwegen, Schweden und Finnland. Obwohl Rio de Janeiro die zweitgrößte Stadt Brasiliens ist, waren diese Konsulate sehr klein.
Vielleicht wohnen in Rio nicht viele Bürger aus diesen Ländern. Nun ja, ich habe nach Informationen über die Sprachen, Kurse usw. gefragt. Einige Konsulate haben mir Flyer über ihr Land gegeben. Von dem polnischen Konsulat habe ich zwei Zeitschriften bekommen. Aber am interessantesten war es, was mir passiert ist, als ich in dem Konsulat von Finnland gefragt habe, ob es einen Finnisch-Sprachkurs gäbe. Die Konsulatsangestellte hat mir geantwortet, dass es keinen Kurs gebe. Sie habe aber die Telefonnummer einer Frau, die privaten Finnisch-Unterricht gebe.
Ich war damals ein Student und hatte kein Geld, aber ich habe diese finnische Frau angerufen, um sie nach dem Unterricht zu fragen. Ich wusste schon, dass ich höchstwahrscheinlich dafür nicht bezahlen könnte. Aber es hat sich gelohnt, sie anzurufen.
Am Anfang des Gesprächs habe ich nach dem Preis gefragt. Es ist unglaublich, aber ich erinnere mich noch immer daran. Sie hat mir gesagt, es koste 20 Real pro Stunde. Das wären heute ca. 3 Euro (heute, 2021), aber dies war 2001. Das war mehr als 10 % des brasilianischen Mindestgehalts (180 Real pro Monat). Natürlich ist Finnisch eine Sprache, für die man nicht so einfach Sprachkurse finden kann. Ich behaupte nicht, dass ihr Unterricht nicht 20 Real pro Stunde wert gewesen wäre. Aber das war in der Tat ziemlich teuer für mich.
Deshalb habe ihr etwas vorgeschlagen. Ich habe ihr davon erzählt, dass ich Japanisch an der Uni studiere und ich ihr, wenn sie Interesse hätte, Japanisch-Unterricht geben könnte - und im Gegenzug könnte sie mir Finnisch-Unterricht geben. Das war möglicherweise ein sehr ungewöhnlicher Vorschlag. Man kann sich fragen: Warum sollte eine finnische Frau, die in Rio de Janeiro lebt, Japanisch lernen wollen? Ich hatte nur wenig Hoffnung, dass sie den Vorschlag annehmen würde, aber erstaunlicherweise hat sie mir gesagt, dass sie darüber nachdenken wolle. Zu meiner großen Überraschung hat sie mich am nächsten Tag angerufen, um mir zu sagen, dass sie damit einverstanden sei.
Ich war sehr begeistert davon, dass sie Interesse hatte, diesen Austausch zu machen. Wir haben uns für die erste Stunde verabredet. Sie hat mich in ihre Wohnung eingeladen. Vielleicht kannte sie die Stadt noch nicht so gut oder vielleicht dachte sie auch, dass es gefährlich sein könnte, allein in einen anderen Stadtteil zu gehen. Vielleicht dachte sie auch einfach, dass es bequemer wäre, wenn sie ihr Haus nicht zu verlassen bräuchte.
Ihr Mann arbeitete bei Nokia in Rio de Janeiro und sie arbeitete, soweit ich mich erinnern kann, gar nicht in Brasilien. Sie wohnten also in einem sehr schönen und reichen Viertel, welches Leblon heißt (Ipanema ist gleich nebenan) und sehr weit von meinem Wohnort entfernt liegt. Aber das war mir egal. Mein ganzes Leben lang habe ich in einem Vorort von Rio de Janeiro gewohnt und war an die Tatsache gewöhnt, dass ich immer weit fahren musste, um mehr Möglichkeiten zu haben, etwas Neues zu erfahren.
Unsere erste Stunde ist nicht so verlaufen, wie ich es erhofft hatte. Sie war freundlich und ich denke, dass sie dasselbe von mir gedacht hat. Aber die Probleme lagen auf einem anderen Gebiet. Ich hatte vergessen, ihr zu sagen, dass ich schon einige Wörter, Ausdrücke und Sachverhalte der Grammatik kannte. Ich hatte sie bereits aus Büchern und von Webseiten gelernt. Das heißt, ich musste nicht erst vom Nullpunkt beginnen und alles, wie z. B. das Verb "sein", lernen. Deshalb dachte sie vielleicht: "Was soll ich ihm beim nächsten Mal beibringen?" Aber ich hatte ebenfalls Schwierigkeiten, weil ich niemals zuvor jemandem Japanisch (oder irgendeine andere Sprache) beigebracht hatte. Als ich versucht hatte, ihr ein paar Sachverhalte zu erklären, habe ich bemerkt, dass ich ihr zunächst erst noch andere Sachverhalte erklären musste, damit sie diese Sachverhalte überhaupt verstehen konnte. Das war aber nicht das einzige Schlechte, das mir damals passiert ist.
Finnisch ist eine Sprache, in die ich mich verliebte, als ich noch sehr jung war. Ich war 16 Jahre alt, als ich mein Studium an der Uni begann (dies bedeutet überhaupt nicht, dass ich ein Genie bin, aber das ist eine andere Geschichte). Ich habe im Linguistikunterricht von den Sprachfamilien gehört und meine Neugier hat damals ein nie dagewesenes Niveau erreicht.
Ich habe angefangen, in vielen Büchern viele Texte über dieses Thema zu lesen. Eine der Tatsachen, die mein Interesse geweckt hatte, war, dass es in Europa gesprochene Sprachen gibt, die nicht zur indoeuropäischen Sprachfamilie gehören. Zum Beispiel die finnische Sprache. Als ich über die Fälle (Kasus) der finnischen Sprache gelesen habe, hat sich meine Begeisterung gesteigert, weil sie mir unglaublich interessant erschien.
Ich habe große Lust darauf bekommen, Finnisch zu lernen. Leider gab es fast keine Möglichkeit, um dies wahr werden zu lassen. In der Bibliothek meiner Universität gab es kein Buch, mit dem man Finnisch lernen konnte. Im Internet gab es zwar einige Webseiten, aber damals war eine schnelle Internetverbindung nicht billig, wie ich hier schon erwähnt habe.
Darüber hinaus musste ich damals viel Japanisch und andere Fächer lernen. Obwohl ich mich der finnischen Sprache widmen wollte, waren der Zeitmangel und der Lernmittelmangel die ausschlaggebenden Gründe, die mich gezwungen haben, das Erlernen des Finnischen zwischenzeitlich hintanzustellen. Aber es stellte sich heraus, dass das Schicksal eine Begegnung mit dieser Sprache für mich bereithalten würde.
Es ist ganz natürlich, dass man zusätzliche Informationen über etwas sucht, für das man sich besonders interessiert. Ich bin der lebende Beweis, dass dieser Satz zutrifft. In meinem Fall war es so, dass ich immer Bücher, Kurse, Webseiten usw. gesucht habe, anhand derer ich Sprachen lernen könnte.
Leider standen mir, wie fast allen Menschen, nur beschränkte Zeit und begrenztes Geld zur Verfügung. Ich habe einige Male überlegt, dass ich in vielen Ländern hätte leben können, um die Sprachen und Kulturen dieser Länder zu lernen, wenn ich reich geboren worden wäre.
Aber weil Tagträume niemanden irgendwohin führen, musste ich viel tun, um meine Sprachkenntnisse zu vertiefen. Ich erinnere mich daran, dass ich - im Alter von ca. 18 Jahren - an einem Tag zu vielen Konsulaten gefahren bin, um zu fragen, ob man dort Informationen über die Sprachen hätte. Ich hatte die Adressen einiger Konsulate recherchiert und bin dann dorthin gefahren. Sie liegen alle weit von meinem Viertel in Rio de Janeiro entfernt, aber das hatte ich mir schon gedacht.
Wenn ich mich recht erinnere, dann habe ich das thailändische, isländische, polnische und dänische Konsulat aufgesucht. Natürlich auch das finnische. Damals gab es nur ein Konsulat für Norwegen, Schweden und Finnland. Obwohl Rio de Janeiro die zweitgrößte Stadt Brasiliens ist, waren diese Konsulate sehr klein.
Vielleicht wohnen in Rio nicht viele Bürger aus diesen Ländern. Nun ja, ich habe nach Informationen über die Sprachen, Kurse usw. gefragt. Einige Konsulate haben mir Flyer über ihr Land gegeben. Von dem polnischen Konsulat habe ich zwei Zeitschriften bekommen. Aber am interessantesten war es, was mir passiert ist, als ich in dem Konsulat von Finnland gefragt habe, ob es einen Finnisch-Sprachkurs gäbe. Die Konsulatsangestellte hat mir geantwortet, dass es keinen Kurs gebe. Sie habe aber die Telefonnummer einer Frau, die privaten Finnisch-Unterricht gebe.
Ich war damals ein Student und hatte kein Geld, aber ich habe diese finnische Frau angerufen, um sie nach dem Unterricht zu fragen. Ich wusste schon, dass ich höchstwahrscheinlich dafür nicht bezahlen könnte. Aber es hat sich gelohnt, sie anzurufen.
Am Anfang des Gesprächs habe ich nach dem Preis gefragt. Es ist unglaublich, aber ich erinnere mich noch immer daran. Sie hat mir gesagt, es koste 20 Real pro Stunde. Das wären heute ca. 3 Euro (heute, 2021), aber dies war 2001. Das war mehr als 10 % des brasilianischen Mindestgehalts (180 Real pro Monat). Natürlich ist Finnisch eine Sprache, für die man nicht so einfach Sprachkurse finden kann. Ich behaupte nicht, dass ihr Unterricht nicht 20 Real pro Stunde wert gewesen wäre. Aber das war in der Tat ziemlich teuer für mich.
Deshalb habe ihr etwas vorgeschlagen. Ich habe ihr davon erzählt, dass ich Japanisch an der Uni studiere und ich ihr, wenn sie Interesse hätte, Japanisch-Unterricht geben könnte - und im Gegenzug könnte sie mir Finnisch-Unterricht geben. Das war möglicherweise ein sehr ungewöhnlicher Vorschlag. Man kann sich fragen: Warum sollte eine finnische Frau, die in Rio de Janeiro lebt, Japanisch lernen wollen? Ich hatte nur wenig Hoffnung, dass sie den Vorschlag annehmen würde, aber erstaunlicherweise hat sie mir gesagt, dass sie darüber nachdenken wolle. Zu meiner großen Überraschung hat sie mich am nächsten Tag angerufen, um mir zu sagen, dass sie damit einverstanden sei.
Ich war sehr begeistert davon, dass sie Interesse hatte, diesen Austausch zu machen. Wir haben uns für die erste Stunde verabredet. Sie hat mich in ihre Wohnung eingeladen. Vielleicht kannte sie die Stadt noch nicht so gut oder vielleicht dachte sie auch, dass es gefährlich sein könnte, allein in einen anderen Stadtteil zu gehen. Vielleicht dachte sie auch einfach, dass es bequemer wäre, wenn sie ihr Haus nicht zu verlassen bräuchte.
Ihr Mann arbeitete bei Nokia in Rio de Janeiro und sie arbeitete, soweit ich mich erinnern kann, gar nicht in Brasilien. Sie wohnten also in einem sehr schönen und reichen Viertel, welches Leblon heißt (Ipanema ist gleich nebenan) und sehr weit von meinem Wohnort entfernt liegt. Aber das war mir egal. Mein ganzes Leben lang habe ich in einem Vorort von Rio de Janeiro gewohnt und war an die Tatsache gewöhnt, dass ich immer weit fahren musste, um mehr Möglichkeiten zu haben, etwas Neues zu erfahren.
Unsere erste Stunde ist nicht so verlaufen, wie ich es erhofft hatte. Sie war freundlich und ich denke, dass sie dasselbe von mir gedacht hat. Aber die Probleme lagen auf einem anderen Gebiet. Ich hatte vergessen, ihr zu sagen, dass ich schon einige Wörter, Ausdrücke und Sachverhalte der Grammatik kannte. Ich hatte sie bereits aus Büchern und von Webseiten gelernt. Das heißt, ich musste nicht erst vom Nullpunkt beginnen und alles, wie z. B. das Verb "sein", lernen. Deshalb dachte sie vielleicht: "Was soll ich ihm beim nächsten Mal beibringen?" Aber ich hatte ebenfalls Schwierigkeiten, weil ich niemals zuvor jemandem Japanisch (oder irgendeine andere Sprache) beigebracht hatte. Als ich versucht hatte, ihr ein paar Sachverhalte zu erklären, habe ich bemerkt, dass ich ihr zunächst erst noch andere Sachverhalte erklären musste, damit sie diese Sachverhalte überhaupt verstehen konnte. Das war aber nicht das einzige Schlechte, das mir damals passiert ist.
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