Hindi: Warum möchte ich es lernen?
Ich glaube, dass alle, die meine Texte bei Lang-8 lesen, schon wissen, dass ich eine Passion für Sprachen habe. (Kann ich auf Deutsch sagen, süchtig nach Sprachen bin? Oder verwendet man "süchtig" nur, wenn man etwas Negatives sagen will?)
Also: Ich studierte Japanisch an der Uni, aber ich lernte auch viele andere Sprachen. Einige Sprachen lernte ich im Rahmen des Unterrichts, andere lernte ich allein.
Ich wurde sehr neugierig auf das Thema Sprachfamilien, als ich davon im Linguistikunterricht hörte. Besonders war ich sehr überrascht darüber, dass so unterschiedliche Sprachen wie Latein und Sanskrit aus derselben Sprachfamilie stammen. Ehrlich gesagt war es das erste Mal, dass ich etwas über Sanskrit hörte. Das war für mich der Auslöser für mein großes Interesse an Sprachen und für das Land Indien.
Ich fing an, viele Bücher über beide Themen zu lesen. Ich las auch zwei Bücher von Erich von Däniken. Ich muss sagen, dass seine Bücher, abgesehen von der Frage, ob man seinen Theorien glauben mag oder nicht, sehr interessant sind. Also: Eines Tages war ich in der Bibliothek meiner Uni und wartete darauf, einige Bücher über Indien ausleihen zu können. Ein anderer Student bemerkte das und erzählte mir etwas über einen Sanskrit-Kurs, der an einem anderen Ort stattfinden würde. Darüber wurde ich sehr aufgeregt und dachte, dass ich diese Gelegenheit auf gar keinen Fall verpassen durfte.
Sanskrit-Unterricht
Also, ich ging zu dem ersten Unterrichtstermin dieses Kurses und nahm daran teil. Ich fand es sehr interessant, was der Lehrer uns erzählte. Er sagte, dass er früher im Bereich IT gearbeitet habe, aber eines Tages beschlossen habe, alles zurückzulassen und nach Indien zu reisen. Er verkaufte sein Auto und mit dem Geld, das er damals hatte, flog er nach Indien, um Sanskrit und Vedanta zu erlernen. Er lebte dort ein Jahr lang und flog dann wieder nach Brasilien zurück. Er sagte auch, dass er beschlossen habe, noch einmal an der Uni zu studieren.
Er fing an, Deutsch an der Uni zu studieren, weil es, nach seinen Worten, eine Menge Bücher über die indische Philosophie auf Deutsch gebe. Sein Lust auf das Lernen hatte mich schwer beeindruckt. Also, ich war dort, nicht etwa, weil ich an irgendwelchen religiösen Überzeugungen Interesse gehabt hätte. Mein Interesse war rein sprachlicher Natur.
Ich hatte lediglich ein Hindernis zu überwinden: die monatliche Gebühr. Ich schreibe später noch die Fortsetzung, aber wenn Sie das Heft, das ich damals verwandte, um Sanskrit zu lernen, sehen möchten, dann schauen Sie es sich bitte einmal auf meinem Instagram-Kanal an.
@vitoraufdeutsch
Keine Angst vor einem "Nein"
Also, am Ende des Unterrichts wollte ich mit diesem Lehrer sprechen, aber ich wollte nicht, dass andere Leute hören könnten, was ich ihm sagen würde. Ich wartete, bis er allein sein würde, aber das passierte nicht. Einer der ebenfalls Interessierten blieb bis zum Ende neben dem Lehrer stehen. Ich hatte keine andere Wahl, als mit dem Lehrer in Anwesenheit dieses jungen Mannes zu sprechen.
Ich erklärte ihm, dass ich ein großes Interesse habe, aber ich könne dafür nicht bezahlen. Wenn ich daran zurückdenke, bin ich ein bisschen stolz darauf, dass ich mich nicht für meinen Geldmangel schämte. Anstatt nichts zu tun, versuchte ich, mir eine Lösung auszudenken, sodass ich etwas, was ich wirklich tun wollte, eben doch tun könnte. Ich hatte keine Angst, ein "Nein" zu hören.
Gentlemen's Agreement
Ehrlich gesagt, alles, was ich tat, war, mit ihm zu sprechen. Er selber schlug mir etwas vor: "Lasse uns ein Gentlemen's agreement vereinbaren. Du kommst zum Unterricht und wenn du das Geld hast, bezahlst du es mir." Das war sehr nett, großzügig und verständnisvoll von ihm. Ich war sehr glücklich und dankte ihm sehr.
Also, ich ging etwa 6 Monate lang zum Unterricht, aber danach hatte ich nicht mehr die Zeit, um an diesem Tag und zu dieser Uhrzeit dorthin zu gehen. Das heißt, der Zeitplan war inkompatibel geworden. Ich sagte ihm, dass ich leider nicht mehr zu ihm gehen könnte. Er sagte mir, dass er dies verstehe und wir verloren den Kontakt.
Einige Monate später hatte ich die Möglichkeit, an einem Forschungsprojekt der Uni mitzuarbeiten. Auch bekam ich ein Stipendium. Es war nicht viel Geld, aber es half mir sehr (auch, um zu vermeiden, in die Armee gehen zu müssen, aber das ist eine andere Geschichte, hahaha).
Also, ich rief diesen Lehrer an, um ihm zu sagen, dass ich zurzeit ein Stipendium bekäme und dass ich ihn für die Monate, in denen ich am Unterricht teilgenommen habe, bezahlen könnte. Er sagte mir, dass er glücklich und dankbar sei. Aber er sagte auch, dass ich ihn nicht bezahlen müsste.
Ich glaube, dass alle, die meine Texte bei Lang-8 lesen, schon wissen, dass ich eine Passion für Sprachen habe. (Kann ich auf Deutsch sagen, süchtig nach Sprachen bin? Oder verwendet man "süchtig" nur, wenn man etwas Negatives sagen will?)
Also: Ich studierte Japanisch an der Uni, aber ich lernte auch viele andere Sprachen. Einige Sprachen lernte ich im Rahmen des Unterrichts, andere lernte ich allein.
Ich wurde sehr neugierig auf das Thema Sprachfamilien, als ich davon im Linguistikunterricht hörte. Besonders war ich sehr überrascht darüber, dass so unterschiedliche Sprachen wie Latein und Sanskrit aus derselben Sprachfamilie stammen. Ehrlich gesagt war es das erste Mal, dass ich etwas über Sanskrit hörte. Das war für mich der Auslöser für mein großes Interesse an Sprachen und für das Land Indien.
Ich fing an, viele Bücher über beide Themen zu lesen. Ich las auch zwei Bücher von Erich von Däniken. Ich muss sagen, dass seine Bücher, abgesehen von der Frage, ob man seinen Theorien glauben mag oder nicht, sehr interessant sind. Also: Eines Tages war ich in der Bibliothek meiner Uni und wartete darauf, einige Bücher über Indien ausleihen zu können. Ein anderer Student bemerkte das und erzählte mir etwas über einen Sanskrit-Kurs, der an einem anderen Ort stattfinden würde. Darüber wurde ich sehr aufgeregt und dachte, dass ich diese Gelegenheit auf gar keinen Fall verpassen durfte.
Sanskrit-Unterricht
Also, ich ging zu dem ersten Unterrichtstermin dieses Kurses und nahm daran teil. Ich fand es sehr interessant, was der Lehrer uns erzählte. Er sagte, dass er früher im Bereich IT gearbeitet habe, aber eines Tages beschlossen habe, alles zurückzulassen und nach Indien zu reisen. Er verkaufte sein Auto und mit dem Geld, das er damals hatte, flog er nach Indien, um Sanskrit und Vedanta zu erlernen. Er lebte dort ein Jahr lang und flog dann wieder nach Brasilien zurück. Er sagte auch, dass er beschlossen habe, noch einmal an der Uni zu studieren.
Er fing an, Deutsch an der Uni zu studieren, weil es, nach seinen Worten, eine Menge Bücher über die indische Philosophie auf Deutsch gebe. Sein Lust auf das Lernen hatte mich schwer beeindruckt. Also, ich war dort, nicht etwa, weil ich an irgendwelchen religiösen Überzeugungen Interesse gehabt hätte. Mein Interesse war rein sprachlicher Natur.
Ich hatte lediglich ein Hindernis zu überwinden: die monatliche Gebühr. Ich schreibe später noch die Fortsetzung, aber wenn Sie das Heft, das ich damals verwandte, um Sanskrit zu lernen, sehen möchten, dann schauen Sie es sich bitte einmal auf meinem Instagram-Kanal an.
@vitoraufdeutsch
Keine Angst vor einem "Nein"
Also, am Ende des Unterrichts wollte ich mit diesem Lehrer sprechen, aber ich wollte nicht, dass andere Leute hören könnten, was ich ihm sagen würde. Ich wartete, bis er allein sein würde, aber das passierte nicht. Einer der ebenfalls Interessierten blieb bis zum Ende neben dem Lehrer stehen. Ich hatte keine andere Wahl, als mit dem Lehrer in Anwesenheit dieses jungen Mannes zu sprechen.
Ich erklärte ihm, dass ich ein großes Interesse habe, aber ich könne dafür nicht bezahlen. Wenn ich daran zurückdenke, bin ich ein bisschen stolz darauf, dass ich mich nicht für meinen Geldmangel schämte. Anstatt nichts zu tun, versuchte ich, mir eine Lösung auszudenken, sodass ich etwas, was ich wirklich tun wollte, eben doch tun könnte. Ich hatte keine Angst, ein "Nein" zu hören.
Gentlemen's Agreement
Ehrlich gesagt, alles, was ich tat, war, mit ihm zu sprechen. Er selber schlug mir etwas vor: "Lasse uns ein Gentlemen's agreement vereinbaren. Du kommst zum Unterricht und wenn du das Geld hast, bezahlst du es mir." Das war sehr nett, großzügig und verständnisvoll von ihm. Ich war sehr glücklich und dankte ihm sehr.
Also, ich ging etwa 6 Monate lang zum Unterricht, aber danach hatte ich nicht mehr die Zeit, um an diesem Tag und zu dieser Uhrzeit dorthin zu gehen. Das heißt, der Zeitplan war inkompatibel geworden. Ich sagte ihm, dass ich leider nicht mehr zu ihm gehen könnte. Er sagte mir, dass er dies verstehe und wir verloren den Kontakt.
Einige Monate später hatte ich die Möglichkeit, an einem Forschungsprojekt der Uni mitzuarbeiten. Auch bekam ich ein Stipendium. Es war nicht viel Geld, aber es half mir sehr (auch, um zu vermeiden, in die Armee gehen zu müssen, aber das ist eine andere Geschichte, hahaha).
Also, ich rief diesen Lehrer an, um ihm zu sagen, dass ich zurzeit ein Stipendium bekäme und dass ich ihn für die Monate, in denen ich am Unterricht teilgenommen habe, bezahlen könnte. Er sagte mir, dass er glücklich und dankbar sei. Aber er sagte auch, dass ich ihn nicht bezahlen müsste.