segunda-feira, 29 de março de 2021

Der längste Flug, den ich je genommen habe

Um ehrlich zu sein, er hat aus vier verschiedenen Flügen bestanden. Ich werde von Anfang an erzählen. 2010 bin ich von Japan nach Brasilien geflogen, um meine Familie zu treffen und um ein paar Dinge zu erledigen. Ich hatte seit 2005 in Japan gelebt und das war das dritte Mal, dass ich nach Brasilien geflogen bin.


Tickets sind immer teuer, weshalb ich immer nach dem Billigsten gesucht habe. Diesmal war es aber sehr mühsam. Ich kann mich nicht an den Flug von Japan nach Brasilien erinnern, aber ich glaube, dass es genauso wie der Rückflug war. Dieser war aber am ermüdendsten.

Die ursprüngliche Route war:
Rio de Janeiro - Miami
Miami - Chicago
Chicago - Narita (Tokio)
Narita - Nagoya

Nagoya ist der nächstgelegene Flughafen zu der Stadt, in der ich dort gelebt habe. Es kann sein, dass es eine schnellere Route gab. Vielleicht gab es die Möglichkeit, von Nagoya bis irgendwohin in Europa oder in die USA oder nach Dubai und dann nach Brasilien zu fliegen. Das heißt, zwei Flüge statt vier. Diese waren aber sehr kostspielig.

Nun ja, als wäre die Route nicht schon lang genug gewesen, gab es auch noch eine Reihe von Verspätungen. Zuerst hat sich der Flug von Rio nach Miami verspätet. Tatsächlich ist das noch eine Untertreibung. Der Flug sollte Rio um 21 oder 22 Uhr verlassen, aber das ist erst 10 Stunden später geschehen. Es gibt die Regel, dass ein Flug abgesagt werden muss, wenn die Verspätung größer als 4 Stunden beträgt. Oder zumindest war es damals so.

Nach 4 Stunden Verspätung haben die Mitarbeiter dieser Fluggesellschaft uns gesagt, dass der Flug laut den Regeln gestrichen werden muss. Sie haben uns entweder ein Hotel oder ein Taxi nach Hause geboten, damit wir schlafen können. Ich habe mir das Hotel ausgesucht, weil ich meine Mutter nicht aufwecken wollte. Sie haben uns auch die neue Flugzeit gesagt. Ich kann mich nicht gut daran erinnern, aber wir hatten nicht genug Zeit, um viel zu schlafen. Es hat eine Weile gedauert, bis ich im Hotel war. Wir sollten sehr viel Zeit im Voraus das Hotel verlassen, weil wir alle Verfahren noch einmal erledigen mussten, zum Beispiel die Koffer einzuchecken.

Ich konnte nicht viel schlafen. Ich wusste, dass ich zu einer bestimmten Uhrzeit aufwachen sollte, um mich für den Bus nicht zu verspäten. Die Fluggesellschaft hatte einen Bus gemietet, um die Kunden bis zum Hotel und zurück zum Flughafen zu fahren. Ich mache mir immer Sorgen, wenn ich weiß, dass ich in Schwierigkeiten geraten kann, wenn ich verschlafe. Wenn ich diesen Bus verpasst hätte, hätte es sein können, dass ich den Flug auch verpasst hätte. Nun ja, zum Glück ist alles wie am Schnürchen gelaufen, zumindest bis ich in Miami angekommen bin. Dann wurde mir gesagt, dass ich noch einmal in einem Hotel übernachten sollte, weil es keinen Flug mehr nach Chicago gab. Alle Flugzeiten waren nämlich von der ersten Verspätung beeinflusst worden. Es war schon sehr spät und noch einmal sollte ich am nächsten Tag sehr früh aufstehen, um den neuen Flug nach Chicago nehmen zu können. Das Zimmer war so angenehm, dass ich keine Lust hatte zu schlaffen. Stattdessen wollte ich das Zimmer genießen und das habe ich gemacht. Natürlich habe ich geschlafen, aber nicht so viel. Ich hätte sowieso nicht viel schlafen können.

Der Flug von Miami nach Chicago hatte so viele Turbulenzen, dass ich beinahe die Hand des Mannes, der neben mir saß, genommen hätte. Gott sei Dank gab es keine weiteren Probleme und ich konnte gesund und munter in Chicago ankommen. Das Erste, was ich getan habe, war es, zu überprüfen, ob der Flug von Chicago nach Narita (Tokio) pünktlich sein würde oder nicht. Zum Glück gab es anscheinend keine Verspätung. Ich hatte ein paar freie Stunden und habe irgendetwas getan, um die Zeit totzuschlagen. Ich kann mich nicht erinnern, was. Vielleicht habe ich ein Buch gelesen oder bin ich im Flughafen quasi spazieren gegangen. Nun ja, das ist nicht wichtig. Was wichtig ist, ist was später passiert ist. Ich habe noch einmal auf den Bildschirm gesehen, aber es gab keine Information mehr über meinen Flug. Ich habe mich dann dringend sofort an eine Angestellte gerichtet, um zu fragen, was lost war. Sie hat mir dann geantwortet, dass dieser Flug 2 Stunden verspätet sei. Zwei Stunden klingt nicht so schlecht, aber das war es.

Ich konnte kaum meinen Ohren trauen. Eine zweistündige Verspätung mag nichts besonders Schlechtes sein, wenn das der einzige Flug oder der erste Flug ist, den man nimmt. In meinem Fall war es ganz anders. Meine zwei vorherigen Flüge waren verspätet und jetzt auch der Dritte! Als ich meine Geschichte der Angestellten erzählt habe, hat sie mir gesagt: "Our aircrafts are falling apart" ("Unsere Flugzeuge fallen auseinander").

Ich konnte es nicht mehr ertragen, wegen Verspätungen nicht richtig und genug schlafen zu können. Dann ist mir etwas eingefallen, und zwar eine sehr schlechte Konsequenz dieser neuen Verspätung. Ich habe die Angestellte das Folgende gefragt:
- Könnten Sie in ihrem System bitte überprüfen, ob es mir gelingen wird, den Flug von Narita nach Nagoya zu nehmen? Oder werde ich wegen dieser zweistündigen Verspätung in Narita in einem Hotel übernachten müssen, weil es keinen Flug mehr geben wird, wenn ich dort ankomme?
- Ja, leider gelingt es dir nicht, den letzten Flug nach Nagoya zu nehmen. Du wirst in Narita übernachten müssen.

Meine Güte!

Ich habe die Angestellte dann danach gefragt, ob ich diesen Abend dort, in Chicago, übernachten durfte, statt es in Narita zu tun. Ich habe ihr alles erklärt:

- Wegen der ersten Verspätung in Rio de Janeiro könnte ich am ersten Abend nicht genug schlafen, weil wir sehr spät im Hotel angekommen sind und sehr früh aufstehen sollten. Dann habe ich, wegen dieser Verspätung, den Flug von Miami nach Chicago verpasst, musste noch einmal in einem Hotel übernachten und früh aufstehen, nämlich um 5 Uhr. Das waren schon zwei Nächte mit wenig Schlaf. Jetzt ist der Flug von Chicago nach Narita auch verspätet und deswegen muss ich wieder in einem Hotel in Narita übernachten und höchstwahrscheinlich schon wieder früh aufstehen? Um Gottes willen! Ich brauche eine ruhige Nacht von Schlaf! Darf ich nicht hier, heute, in einem Hotel übernachten, damit ich mich ein bisschen nach all diesen Verspätungen erholen kann? Wenn ich schon wegen dieser neuen Verspätung sowieso noch einmal in einem Hotel übernachten muss, tue ich es lieber hier, weil ich schon ziemlich gestresst und erschöpft bin.

Sie hat mir geantwortet, dass sie ihrer Vorgesetzten danach fragen sollte. Es stellte sich heraus, dass sie hinter mir war und die ganze Geschichte gehört hat. Sie hat mir Folgendes geantwortet:

- Wir können dich heute in einem Hotel hier übernachten lassen, aber ich muss dir ehrlich sein: Dieser Flug von Chicago nach Narita hat jeden Tag dieser Woche Verspätung. Das heißt, auch wenn du heute hier übernachtest, kann es sein, dass dieser Flug morgen auch verspätet ist. Wir können dir das Gegenteil nicht versprechen.

Darauf habe ich geantwortet:

- Das ist schon gut. Ich mochte mich einfach ein bisschen erholen.

Und dann hat die Angestellte alles getan, damit ich am nächsten Tag den Flug nehmen durfte. Sie hat mir auch einen Schlüssel eines Zimmers des Hotels gegenüber dem Flughafen gegeben. Das war Musik in meinen Ohren. Ich konnte kaum fassen, dass ich endlich eine gute Nacht haben wird, ohne früh aufstehen zu müssen. Mein erster Gedanke war: Ich werde schlafen, sofort ich in dieses Zimmer hineingehe. Das ist aber nicht passiert.

Als ich das Zimmer betreten habe, habe ich mir kurz überlegen und bemerkt, dass ich in Chicago war! Wann würde ich noch einmal von solcher Gelegenheit gewährt? Wenn überhaupt! Ich habe nicht zweimal überlegt: Ich habe meinen kleinen Koffer im Zimmer liegen lassen und bin mit der Bahn in die Stadtmitte gefahren, um ein bisschen die Stadt kennenzulernen. Normalerweise dürfte ich es nicht tun. Normalerweise gibt es nicht genug Zeit zwischen Flüge und wenn schon, dann kann es passieren, dass man im Voraus bezahlen muss, um den Flughafen zu verlassen, auch wenn es nur für ein paar Stunden ist. Zumindest war es damals so. Plötzlich hatte ich die Chance, kostenlos die Stadt zu sehen. Ich musste sie ausnutzen!

Als ich in der Stadtmitte gekommen war, war es schon dunkel. Es war nicht so spät, aber es war Winter. Ich war sehr überrascht, weil ich nicht erwartet habe, dass Chicago so eine große Stadt ist. Um ehrlich zu sein, wusste ich nichts über Chicago. Es war sehr beeindruckend, so viele Wolkenkratzer zu sehen. Auf einmal hat es angefangen zu schneien, aber nur ein bisschen. Es war nicht stark. Ich habe nicht einiges getan, aber das war schon besser als nichts getan zu haben.

Ich habe ein Donuts an einer 7-Eleven gekauft. Ich war sehr begeistert, weil das war ganz anders als die 7-Eleven in Japan. Übrigens gibt es in Brasilien keinen Laden wie dieser. Ich bin auch in ein Antiquariat gegangen und habe mir ein paar gebrauchte Bücher gekauft. Das waren billig und sieht gar nicht alt aus. Ich habe auch eine Sehenswürdigkeit gesehen: den Millennium Park, wo das Cloud Gate liegt. Das ist eine öffentliche Skulptur des britischen Künstlers Anish Kapoor und wird aufgrund ihrer bohnenartigen Form auch The Bean genannt. Interessant waren auch große Bilder, die wie große stehenden Fernsehen aussehen. Sie zeigen verschiedene Gesichter von Menschen. Diese Menschen machen den Mund auf und dann kommt echtes Wasser aus einem Loch, das ausgerechnet steht, wo der Mund steht.

Hier kannst Du sie sehen:
https://www.youtube.com/watch?v=lgVMYTF16NY

Nun ja, ich hatte nicht viel Zeit, aber es war trotzdem sehr gut, diese sehr kleine und ungeplante quasi Reise machen zu unternehmen. Ich kann gar nicht klagen, weil es mir gelungen war, einiges in kurzer Zeit zu erledigen. Als ich wieder im Hotelzimmer war, habe ich geduscht und geschlafen wie ein Murmeltier.




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