Ich muss etwas zugeben: Ich lerne Deutsch nicht mehr so fleißig, wie ich zuvor gelernt habe. Ehrlich gesagt bin ich in den letzten Wochen nicht sehr motiviert. Das hat nichts mit der deutschen Sprache zu tun. Ich weiß nicht genau, was mit mir passiert. Ich versuche, ein bisschen ausführlicher davon zu erzählen.
Vor einigen Wochen (ich kann nicht genau sagen, wann alles begonnen hat) hatte ich plötzlich keine Lust mehr darauf, mit Freunden zu reden. Besonders mit Freunden, die in der letzten Zeit viel von mir gehört hatten. Ich wollte nicht mehr mit ihnen sprechen, nicht weil ich sie hasse, sondern weil ich nichts Neues zu erzählen hatte.
Ich wollte mit niemandem sprechen. Worüber könnte ich eigentlich sprechen? Jeden Tag mache ich die gleichen Dinge, seit vielen Monaten schon. Jeden Tag wiederhole ich das Gleiche: Ich stehe auf, frühstücke, lerne Deutsch, esse zu Mittag, sehe fern, lerne Deutsch, esse zu Abend, sehe fern… Ich bin nicht allein, Gott sei dank! Ich wohne mit meiner Mutter und wir haben einen Hund. Wegen der Pandemie gehe ich aber nicht aus, es sei denn, ich muss einkaufen gehen.
Ja, ich weiß, dass ich mich nicht beschweren kann. Ja, ich weiß, dass ich sehr glücklich und dankbar sein soll, dass ich ein Haus habe, dass ich nicht allein bin, dass wir gesund sind, dass wir keine Miete bezahlen müssen, dass ich keine Schwierigkeiten mit Geld habe (jetzt), obwohl ich jetzt nicht arbeite. Ja, ich weiß, dass es viele Leute gibt, die nicht das gleiche Glück haben wie ich.
Ich weiß davon und ich bin dankbar. Das hilft aber nicht, um mich die ganze Zeit zu motivieren. Es ist schwer, unsere Gefühle zu kontrollieren. Ich bin jetzt nicht traurig oder deprimiert, aber ich habe nicht mehr die gleiche Motivation zu lernen, die ich zuvor hatte. Ich hoffe, dass sie sie zurückkehrt und bei mir bleibt.
Ich bin mir dessen sicher, dass es mit der Pandemie zu tun hat. Obwohl ich nicht in einer schwierigen Lage bin, ist es immerhin merkwürdig, dass man kein normales Leben haben kann. Genau, das passiert allen. Ich weiß es. Es ist aber sehr langweilig, jeden Tag das Gleiche zu machen. Ich weiß auch, dass es sich noch lange fortsetzen wird(zumindest 5 Monaten oder so, bis ein Impfstoff zur Verfügung steht).
Ich weiß davon und ich bin dankbar. Das hilft aber nicht, um mich die ganze Zeit zu motivieren. Es ist schwer, unsere Gefühle zu kontrollieren. Ich bin jetzt nicht traurig oder deprimiert, aber ich habe nicht mehr die gleiche Motivation zu lernen, die ich zuvor hatte. Ich hoffe, dass sie sie zurückkehrt und bei mir bleibt.
Ich bin mir dessen sicher, dass es mit der Pandemie zu tun hat. Obwohl ich nicht in einer schwierigen Lage bin, ist es immerhin merkwürdig, dass man kein normales Leben haben kann. Genau, das passiert allen. Ich weiß es. Es ist aber sehr langweilig, jeden Tag das Gleiche zu machen. Ich weiß auch, dass es sich noch lange fortsetzen wird(zumindest 5 Monaten oder so, bis ein Impfstoff zur Verfügung steht).
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Wie kann ich 5 Monaten noch ertragen, indem ich jeden Tag ohne Ausnahmen die gleichen Dinge mache? Ich will aber auch kein Risiko eingehen. In meinem Viertel gibt es keinen schönen Ort, wohin ich gehen kann, um abzulenken. Hier ist es nicht nur langweilig, sondern auch nicht schön. Natürlich nicht alles ist schrecklich und ich verstehe, dass es sicher ist, nirgendwohin mit dem Bus oder mit der Bahn zu fahren.
Wenn ich noch in São Paulo allein leben würde, wäre mein Leben jetzt ganz anders. Ich kann mir es gar nicht vorstellen: Monatelang ganz allein in 30 Quadratmetern zu sein, ohne weder Mitarbeiter noch Freunde treffen zu können (meine ex-Firma ist seit April im Homeoffice), weit von meiner Mutter... Ich wäre schon verrückt geworden. Oder krank, weil ich vielleicht nicht hätten ertragen können, ganz allein zu sein. Um ganz ehrlich zu sein, denke ich, dass ich schon versucht hätte, Leute zu treffen. Das könnte selbstverständlich dazu führen, dass ich hätte angesteckt werden können.
Deshalb soll ich sehr dankbar für das Schicksal sein, das ich meine Arbeit gekündigt habe, bevor die Pandemie groß geworden ist. Dieser Text ist aber zu lang geworden. Ich muss hier aufhören. Danke, dass Ihr diesen Gefühlsausbruch gelesen habt.
Wenn ich noch in São Paulo allein leben würde, wäre mein Leben jetzt ganz anders. Ich kann mir es gar nicht vorstellen: Monatelang ganz allein in 30 Quadratmetern zu sein, ohne weder Mitarbeiter noch Freunde treffen zu können (meine ex-Firma ist seit April im Homeoffice), weit von meiner Mutter... Ich wäre schon verrückt geworden. Oder krank, weil ich vielleicht nicht hätten ertragen können, ganz allein zu sein. Um ganz ehrlich zu sein, denke ich, dass ich schon versucht hätte, Leute zu treffen. Das könnte selbstverständlich dazu führen, dass ich hätte angesteckt werden können.
Deshalb soll ich sehr dankbar für das Schicksal sein, das ich meine Arbeit gekündigt habe, bevor die Pandemie groß geworden ist. Dieser Text ist aber zu lang geworden. Ich muss hier aufhören. Danke, dass Ihr diesen Gefühlsausbruch gelesen habt.
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