segunda-feira, 30 de março de 2020

Vor- und Nachteile, wenn man mit Freunden zusammenwohnt

Ich habe nur zwei Mal mit Freunden zusammengewohnt. Das eine Mal war es in Japan im Jahr 2012 und das andere Mal war es in São Paulo im Jahr 2015. Meine Erfahrungen waren unterschiedlich und ich möchte gerne etwas darüber schreiben. Im Jahre 2012 habe ich etwa sechs Monate (ich kann mich nicht genau erinnern) mit R und K zusammengewohntSie waren ein Ehepaar. Ich kannte sie seit 2011 und wir waren sehr gute Freunde. 

Anfang 2012 habe ich mich entschieden, nach Brasilien zurückzukehren und dachte, dass es besser wäre, wenn ich Geld sparen würde. Deshalb habe ich meine Freunde gefragt, ob ich bei ihnen wohnen könnte. Ich habe auch gesagt, dass ich ihnen eine Miete bezahlen könnte, sofern diese geringer wäre als die, die ich gerade bezahlte. Sie waren damit einverstanden. Wir haben uns darüber unterhalten und ich bin bei ihnen eingezogen

Am Anfang war alles gut, aber nach einiger Zeit ist ihre Beziehung schlechter geworden. Plötzlich haben sie angefangen, miteinander zu streiten. Es war sehr unangenehm und ich habe sogar überlegt, ob es nicht besser wäre, wenn ich an einen anderen Ort umziehen würde. 

An den Streitereien eines Ehepaars beteiligt zu sein oder sie auch nur erleben zu müssen, ist ein sehr großer Nachteil, wenn man mit Freunden zusammenwohnt. Zumindest, wenn es darum geht, mit Freunden, die ein Ehepaar sind, zusammenzuwohnen. Vielleicht war das mein Fehler. 

2015 habe ich noch einmal bei einem anderen Ehepaar gewohnt. Diesmal war es aber ein bisschen anders. Dieses Ehepaar hat sich nicht gestritten, während ich bei ihm gewohnt habe. Das war gut. Sie waren aber nicht meine Freunde, sondern Menschen, die ich nicht kannte. Ich wollte bei ihnen wohnen, weil sich die Wohnung sehr in der Nähe meiner Arbeitsstelle befand und auch weil die Miete nicht so hoch war. Übrigens habe ich sie durch einen anderen Bekannten kennengelernt. 

Das Problem war, dass dieses Ehepaar schon lange zusammenwohnte und natürlich seine Gewohnheiten hatte. Ich meine "Ehepaar-Gewohnheiten". Und einige dieser Gewohnheiten waren eigentümlich. Also, ich weiß, dass alle Menschen Eigenarten haben, einschließlich ich selbst. Es ist aber besser, wenn wir die Eigenarten anderer Leute nicht zusehen müssen. 

Also, ich habe etwa sechs Monate mit C und B zusammengewohnt. Danach bin ich in eine kleine Wohnung umgezogen und habe angefangen, allein in São Paulo zu wohnen. Ich habe vier Jahre und sechs Monate dort allein gewohnt und es gab gute und schlechte Seiten. Bevor ich darüber schreibe, möchte ich ein bisschen über den entscheidenden Grund, der mich gezwungen hat, aus Cs und Bs Haus auszuziehen, schreiben. 

C arbeitet nicht. Er war den ganzen Tag zu Hause und lernte Chinesisch. Er wollte an einem Programm teilnehmen, bei dem er ein Stipendium bekommen könnte, um in China acht Monate Chinesisch kostenlos lernen zu können. Er lernte sehr fließend Chinesisch und schließlich hat er dieses Stipendium tatsächlich bekommen.

Wir hatten vorher darüber gesprochen und er hatte mir gesagt, dass er seinen Teil der Miete bezahlen würde, obwohl er in China sein würde. Ich fand dies gerecht, weil seine Sachen ja die ganze Zeit über dort bleiben würden. Außerdem: Würde er nur mit seinem Partner zusammenleben, dann müsste er oder sein Mann diese Miete sowieso bezahlen. Also, wir hatten verabredet, dass die andere Rechnungen nur von seinem Mann und mir bezahlt werden würden. 

Am Anfang war ich damit einverstanden, aber das hätte bedeutet, dass ich mehr Geld bezahlen müsste, um dann aber noch immer keine Privatsphäre zu haben. Wenn ich sowieso schon 200 Real mehr bezahlen muss, um immer noch mit jemandem weiterzuwohnen und Stress weiterzuhaben, dann bevorzuge ich, 400 Real mehr zu bezahlen, damit ich ganz allein in Ruhe wohnen kann. Deshalb habe ich mich entschieden, allein zu wohnen. 

Ja, ich hatte Stress mit Ihnen. Darüber schreibe ich später (oder nicht haha). Damals war ich ganz schön erleichtert, als ich angefangen habe, allein zu wohnen. Leider ging das Leben in SP nicht so, wie ich erwartet habe. Das hängt aber nicht hundertprozentig damit zusammen, dass ich allein wohnte. 


Warum können einige Leute nicht verstehen, dass andere Leute Fremdsprachen lernen, nicht um Geld zu verdienen, sondern weil es ihnen gefällt?

Ich erinnere mich an einen Mann, den ich in Japan kennengelernt habe. Er war nicht Japaner, aber es ist egal, woher er kommt. Wir haben uns kennengelernt und sind für zwei Monaten miteinander ausgegangen. Vielleicht war er verliebt in mich. Aber ich habe ihm von Anfang an erzählt, dass ich vorhatte, nach Brasilien zurückzukehren. Also, er wusste, dass wir nicht mehr in dem gleichen Land sein würden. Deshalb, vielleicht, wollte er so viel Zeit wie möglich mit mir verbringen. Ich verstehe dieses Gefühl, aber ich musste mich darauf vorbereiten, nach Brasilien zurückzukehren und dort eine Arbeit zu finden. Ich lernte Spanisch allein und hatte vor, eine Prüfung zu bestehen. 

Genau gesagt, ich hatte mich schon zu dieser Prüfung angemeldet und deshalb musste ich dafür lernen. Kurz gesagt, eines Tages war er böse auf mich, weil ich ihm gesagt hatte, dass ich ihn nicht treffen konnte. Und das nächste Mal, als wir uns getroffen haben, hat er mich viel darüber gefragt, warum ich so viele Sprachen lernte. Damals lernte ich auch Russisch. Er hat mir gesagt, dass er verstehen könne, dass man Englisch, Japanisch oder Spanisch lernt, aber nicht, z.b., Russisch, Finnisch, usw. Seiner Meinung nach sind Englisch, Japanisch und Spanisch Sprachen, mit denen man eine Arbeite finden kann. 

Aber ich hatte ihm gesagt, dass ich Sprachen lerne, nicht nur um eine Arbeite zu finden, sondern weil es mir gefällt, Sprache zu lernen. Es ist einfach zu verstehen, glaube ich. Aber er hat mir gesagt, dass er es nicht verstehen könneUnd ich habe ihm gesagt, dass er es nicht verstehen müsse, nur respektieren. Die Menschen sind verschieden. Den Leuten gefallen verschiedene SachenMan muss nicht alles verstehen. Nur diese Unterschiede akzeptieren